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Die 10 Gebote eines Posaunisten PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Thomas   
Tuesday, 3. July 2007
Die 10 Gebote des Posaunisten

1. Gebot

Erscheine möglichst spät oder überhaupt nicht zur Probe, denn Proben sind nur für Minderbegabte. Besonders erfreut ist der Dirigent, wenn man zuerst etwas trinkt, denn erstens spielt sich's dann viel leichter, und auch das Notenlesen geht wie von selbst.

2. Gebot
Lasse das Instrument immer im Musikheim. Schließlich ist man ja gut genug, so dass man nicht mehr zu Hause üben muss, und wenn der Dirigent so schwierige Stücke auflegt, die man nicht vom Blatt spielen kann, ist er ja selber schuld. Außerdem ist man kein Streber und will nicht durch guten Ansatz und technisches Können auffallen.

3. Gebot
Wichtig ist, dass man sich während der Probe mit anderen Musikanten unterhält, denn das belebt die Probe und die Kameradschaft soll ja auch gepflegt werden. "Kickser, Patzer und Fehlschläge" sind durchaus erlaubt, denn man ist ja zum Proben da und nicht bei einem Konzert.

4. Gebot
Damit sich jeder im Musikheim auch richtig wohl fühlen kann, sollte man hier eine Reihe von vertrauten Gegenständen wie halbvolle Bierflaschen, Zigarettenstummel und Nylontaschen herumliegen lassen.

5. Gebot
Das Reinigen, Ölen und Einfetten der Instrumente ist zu unterlassen, denn der Instrumentenbauer soll durch ständiges Reparieren ja auch etwas verdienen können. Das Marschbuch und die Konzertmappe sind von Zeit zu Zeit mit etwas Bier und Wein zu überschütten.

6. Gebot
Die Anweisungen und Erklärungen des Dirigenten gelten natürlich nur für die anderen. Du weißt das ja längst alles besser und langweilst Dich. Es ist gut, wenn Du das durch Gebärden und halblaute Bemerkungen zum Ausdruck bringst.

7. Gebot
Beim Marschieren sollte die Wendung so erfolgen, dass die Außenreihe nur noch im lockeren Sprintlauf den Gleichschritt aufrechterhalten kann.

8. Gebot
Bei Konzerten in Festzelten sollte möglichst viel getrunken werden, weil dann die hübschen Verzierungen der Instrumente, auch Macken genannt, wie von selbst erscheinen.

9. Gebot
Bier-, Wein- und Fettflecken sind an der Uniform so anzubringen, dass sie auch noch nach Jahren gut zu erkennen sind. Es unterstreicht den Idealismus, bei jedem Auftritt dabei gewesen zu sein.

10. Gebot
Vergiss nie, dass es ein besonderes Entgegenkommen ist, dass Du überhaupt mitspielst. Achte gut darauf, dass Deine Leistungen gebührend anerkannt werden. Kritisiere viel und weise darauf hin, dass früher alles besser war.

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